Siegsteig Etappe 12 von Scheuerfeld nach Alsdorf

Heute bin ich die Etappe 12 von Scheuerfeld nach Alsdorf gelaufen. Mittlerweile sind die Entfernungen zu groß und ich habe mir überlegt, diesmal zum Ziel und dann zum Startpunkt mit der Bahn zu fahren. Ich finde die Strecke von ca. 15,8 km sehr gut, auch für den Wiedereinstieg. Pünktlich war ich am Bahnhof, leider gibt es hier keine ausgeschilderten Parkplätze. Von Alsdorf geht es zunächst nach Betzdorf. Achtung, es gibt hier keinen vernünftigen Handyempfang, so dass Handyticket etc. nicht funktionieren. Die Bahn hat auch keinen Fahrkartenautomat! Die Züge fahren alle grundsätzlich im Stundentakt, deshalb habe ich einen kleinen Zwischenaufenthalt von einer halben Stunde. Tja und dann hat mich die Zuverlässigkeit der Bahn erwischt. Mein Zug nach Scheuerfeld fällt aus. Die Wartezeit von einer Stunde habe ich vermieden indem ich direkt von Betzdorf nach Scheuerfeld gelaufen bin. Danke für den Tipp an den jungen Mann!

In der Kirchstraße nehme ich dann wieder Kontakt zum Natursteig Sieg auf und gehe entlang der Gleise am Eisenbahntunnel vorbei. Zwei Radfahrer treffe ich nach dem ersten Anstieg und dann nochmal als ich oben ankomme. Meine Abkürzung war definitiv schneller aber auch viel anstrengender.

Siegsteig Etappe 12
Kirche in Scheuerfeld
Siegsteig Etappe 12
Steinrother Kreuz

Es geht über die Straßen bergauf, vorbei an einer sehr schönen Kirche aus Naturstein. Dies ist die katholische St. Petrus Kirche wie ich lese. Vorbei geht es durch eine Wohnsiedlung an einem Feld vorbei direkt in den Wald. Von hier aus sind es knapp 2 km zum Höhepunkt der Strecke in doppelter Hinsicht. Der Aussichtspunkt auf dem Steinerother Kopf auf 478 m ist durch ein weißes Kreuz aus Metall gekennzeichnet. Von hier aus kann ich sogar das Siebengebirge erkennen. Interessant finde ich den Hinweis auf den Druidensteig. Das merke ich mir mal für spätere Touren.

Vom Aussichtspunkt geht es zunächst bergab und dann um das Örtchen Molzhain herum. Hier stehen mehrere Hinweisschilder auf ein Neubaugebiet. Ich frage mich, ob dann der Natursteig sich ändert oder ob wir dann zukünftig direkt durch Molzhain laufen? Erwähnenswert ist noch die Dickendorfer Mühle. Ich habe heute keine Lust auf eine Einkehr und Wassertreten aber das sieht sehr nett aus. Der Natursteig führt jetzt an und durch ein Privatgrundstück. Sehr seltsame Wegführung.

Auf den Wegen laufe ich neben und unter der Stromtrasse her. Das Umspannwerk steht ein wenig oberhalb des Wanderweges und brummt ganz schön laut. Unterwegs finde ich noch einen Hinweis auf verschiedene Gruben. An der ich stehe, wurde Cobalt gefunden. Hier lerne ich die Herkunft der Bezeichnung des Elements. Bergleute haben das Element Kobold genannt, weil sie auf der Suche nach Silber nur dieses Metall gefunden haben, welches zwar silbrig glänzt aber keine Silber enthält und auch noch giftiges Arsenik absetzt. Man lernt nie aus.

Immer an der Heller entlang geht es durch den Wald bergab Richtung Alsdorf. So hätte ich mir die Wege für den Großteil der Strecke gewünscht. Die Heller fließt in Betzdorf in die Sieg. Durch den zusätzlichen Weg nach Scheuerfeld bin ich jetzt ganz froh als ich in Alsdorf ankomme. Hier gibt es noch eine sehr schöne Schleife zum Hüttenschulzenhaus aus dem Jahre 1680 und das Haus ist wunderschön erhalten. Hier in der Nähe stehen einige schöne Fachwerkhäuser, die ebenfalls sehr sehenswert sind. Kurz über die Hauptstraße und dann ein kleines Stückchen durch das kleine Industriegebiet und ich komme an meinem Auto an.

Links

Naturregion Sieg – Link zur offiziellen Seite
Ich gehe wandern – Weitere Beschreibung mit gutem Kartenmaterial

Fazit

Ich finde diese Etappe nicht sehr attraktiv. Das mag einerseits an dem Chaostag liegen, andererseits drängt sich mir der Verdacht einer künstlichen Schleife auf. Meiner Meinung nach müsste diese Etappe eher Schleife um Betzdorf heißen. Es geht anfangs fast nur bergauf und die Wege bestehen hauptsächlich aus Schotterwegen und Asphalt. Die Stromleitungen machen das Wandererlebnis leider auch nicht besser. Das finde ich insgesamt sehr schade. Lohnenswert sind auf jeden Fall der Ausblick vom Steinerother Kopf und das Hüttenschulzenhaus in Alsdorf.

Eindrücke

Jörg Paßmann Verfasst von:

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